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GEMÜSE


Arm an Kalorien, aber reich an gesunden Vitaminen, Mineral- und Ballaststoffen. Gemüse ist ein wichtiger Bestandteil unserer Ernährung, ob als Beilage oder Hauptgericht.
Im Handel zählt man alle ein-und zweijährigen Pflanzen für die Küche, deren Blätter,

Früchte, Wurzeln oder Blätter roh, selten auch nur gekocht, verzehrt werden können zum Gemüse. Auch Salate und sogar Pilze fallen darunter. Seltener Gewürzpflanzen, obwohl die im Supermarkt ebenfalls in der Gemüseabteilung zu finden sind. Es ist also keine botanische Einteilung, sondern eine, die den Nutzen benennt.

Pflanzenportraits


Mehr Wissenswertes über Gemüse


Gemüseanbau

Dem Gemüseanbau kommt große Bedeutung zu. Einerseits dem gewerblichen Großanbau im Freiland oder Gewächshaus, der das ganze Jahr über die Regale füllt. Dabei kommen die Gemüsearten aus allen Ecken der Welt. Andererseits dem Selbstanbau. In letzter Zeit immer wichtiger wird der Anbau im eigenen Garten, durch den man sich selbst teilweise oder ganz versorgen kann. Manche Gemüsesorten wie Radieschen lassen sich sogar im Topf kultivieren und sind schon nach wenigen Wochen erntereif. Andere Gemüsearten brauchen mehr Pflege. Vor allem den richtigen Standort und die entsprechende Düngung.

Gemüse zubereiten

Viele Gemüsearten können roh verspeist werden, genau wie Obst, aber nicht alle. Kartoffeln zum Beispiel sind nicht nur unbekömmlich und hart, sondern roh auch noch gesundheitsschädlich. Dafür lässt sich Gemüse in der Regel einfach zubereiten, indem man es kocht. Man findet unzählige raffinierte Rezepte, die selbst schnödes Gemüse lecker und bekömmlich machen.
Für Vegetarier und Veganer ist Gemüse ein sehr wichtiger Bestandteil der Ernährung. Beschränkt man sich darauf, ist es zwar sehr gesund, allerdings auf lange Sicht zu einseitig und muss mit Hülsenfrüchten und Obst kombiniert werden.

Praxistipps


Einteilung der Gemüsearten


Die Liste der Gemüse ist lang und wird zur besseren Handhabung verschiedenartig unterteilt. Entweder nach Jahreszeiten (Frühlings-, Sommer-, Herbst- und Wintergemüse), nach Beschaffenheit (Feingemüse, Grobgemüse), meistens aber nach den Bestandteilen, die von der Pflanze genutzt werden.

Zwiebelgemüse

Ein Gewächs, dass bei fast keiner Zubereitung fehlen darf und roh wie auch gekocht verzehrt wird, ist die namensgebende Speisezwiebel. Sie liegt im Regal in den unterschiedlichsten Farben, Größen und Sorten und ist leicht selbst anzubauen. Daneben gehören unter anderem auch Knoblauch, Porree und die Zwiebeln des Schnittlauchs dazu.
Vor dem Verzehr müssen sie geschält werden, oder mindestens sollte die äußerste Hülle entfernt werden, da diese am wenigsten aromatisch ist.

loewenzahn-blaetterBlattgemüse

Dabei denkt man sofort an Spinat und Mangold. Von den Pflanzen werden die Blätter und Stiele geerntet und verarbeitet, daher wird vereinzelt auch der Begriff „Stielgemüse“ verwendet. Sellerie, Sauerampfer und auch Löwenzahn werden ebenfalls dazu gezählt. Letzterer erlebt gerade in Mitteleuropa eine Renaissance in der Küche, obwohl er in anderen Ländern fest zum Speiseplan gehört.
Zum Blattgemüse werden auch Salate gezählt, obwohl die im Handel teils gesondert angeboten werden.

Blütengemüse

Die bekanntesten Vertreter sind der Blumenkohl und der Broccoli. Man kann sie mitsamt der Stengel verarbeiten, am leckersten allerdings an den Pflanzen sind die Blütenstände, solange sie sich nicht geöffnet haben, also noch Knospen sind. Bei der Artischocke verhält es sich ähnlich. Geerntet und zubereitet werden können auch die kurzlebigen Blüten von Kürbis und Zucchini. Paniert sind sie eine Spezialität in Südfrankreich.

Fruchtgemüse

Von manchen Gemüsearten verwendet man vorwiegend die Früchte. Kürbis, Tomate, Aubergine und Paprika sind die bekanntesten. Aber auch Gurken gehören zum Fruchtgemüse. Einige davon sind Nachtschattengewächse. Alle Pflanzenteile außer der Frucht enthalten giftige Stoffe, die für den Verzehr nicht geeignet sind.

petersilienwurzelWurzelgemüse

Gemüse von dem man hauptsächlich die Wurzel nutzt, gibt es das ganze Jahr hindurch. Sie werden meist einjährig kultiviert, da sie im zweiten Jahr nicht mehr so aromatisch sind und den Großteil ihrer Energie in die Blüte stecken. Die bekanntesten Vertreter sind die Möhre und verschiedene Rübenarten wie Rote Rübe, Mai-Rübe oder Kohlrübe. Von Rettich, Radieschen oder der Petersilie können auch die Blätter verwendet werden.
Bislang etwas exotische Wurzelgemüse im Gartenbereich wie Pastinake, Schwarzwurzel oder Ingwer werden heute vermehrt angebaut.

Knollengemüse

Einige Vertreter die unter „Wurzelgemüse“ eingeordnet sind, werden teilweise auch als Knollengemüse gehandelt. Neben den Rüben sind das vor allem die Knollensellerie, der Kohlrabi oder die Steckrübe. Vor allem aber Kartoffel, Süßkartoffel und Topinambur gehören in diese Einteilung. Von ihnen wird lediglich die Knolle geerntet und muss vor dem Verzehr gekocht werden.

Gewürzgemüse

Viele Pflanzen, die wir zum Würzen nutzen werden unter dem Begriff „Gewürzgemüse“ eingeordnet. Salbei, Thymian, Dill, Liebstöckel, Majoran und einige andere liegen nicht nur im Gemüsefach des Händlers bereit, sie wachen auch gut im Gemüsebeet als Beipflanzung.
Von den Gewürzgemüsen werden unterschiedliche Pflanzenteile wie Blätter, Samen und Stängel genutzt. Entweder frisch oder getrocknet.

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