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KRÄUTER


Heil-, Küchenkräuter und Gartenkräuter

Gut und wichtig für die Gesundheit, den Geschmack und das Wohlbefinden

Kräuter veredeln Speisen und Gerichte, helfen uns gesund und fit zu bleiben und zieren Garten, Terrasse oder Balkon. Kurzum, Kräuter sind aus unserem Leben nicht wegzudenken. Und am Schönsten ist es, wenn man ein paar der beliebten Kräuter selbst zieht. Dazu findet sich immer ein Platz im Garten oder auf dem Balkon.

Pflanzenportraits


Küchenkräuter

basilikum-blatt-zitronenbasilikumBasilikum, Schnittlauch, Petersilie, Rosmarin, Liebstöckel oder Minze sind wichtige Gewürze in Speisen und Getränken und aus der Küche nicht wegzudenken. Man kann vorgezogene Pflanzen im Laden erwerben, die meist nicht so lange halten wie gewünscht, getrocknete Kräuter verwenden oder sie selbst ziehen. Sie wachsen meist ohne großen Aufwand und man hat die ganze Saison über frische Kräuter zum Würzen oder Verfeinern von Speisen. Getrocknete und vakuumverpackte Pflanzen sind natürlich einfacher zu nutzen, aber sie erreichen nicht das Aroma und die Intensität von frischen Kräutern.

Wenn man anfängt, frische Kräuter zu verwenden, ist es ratsam erst einmal etwas geringer zu dosieren, als man es von getrockneten Gewürzen gewohnt ist. Frische Kräuter sind in der Regel sehr viel intensiver und nicht so herb im Geschmack. Kräuter sollen den Speisen eine besondere Note verleihen, sie aber nicht dominieren. Rezepte können beim würzen mit Kräutern eine gute Orientierung bieten.

Küchenkräuter ernten sollte man immer unmittelbar vor dem Verzehr oder der Zubereitung, damit sie ihre Aromastoffe nicht verlieren. Hat man zu viel geerntet, kann man sie ein paar Tage in einer leicht angefeuchteten und nicht ganz geschlossenen Plastiktüte im Kühlschrank lagern. Oder man stellt sie wie Schnittblumen in ein Gefäß mit Wasser. Natürlich kann man Kräuter auch selbst trocknen, um sich einen Vorrat für den Winter anzulegen.

Heilkräuter für die Gesundheit

gaensebluemchen-bluete-roetlichEs gibt viele Menschen, die an die Heilkraft von Kräutern glauben und das ist schon mal eine wichtige Voraussetzung für den Erfolg. Sogenannte Heilkräuter nutzt der Mensch schon seit Urzeiten. In alten, teils noch handgeschriebenen Büchern finden sich ausführliche Anwendungsbeschreibungen und Erkenntnisse über Wirkung und Dosierung. Vieles davon basiert auf Beobachtung und Erfahrung, manches aber auch auf Glauben, beziehungsweise Aberglauben. Wunder verbringen die Heilkräuter wohl eher nicht und übermenschliche Kräfte werden einem auch nicht verliehen, aber unbestreitbar beherbergen viele Heilkräuter Stoffe, die eine Wirkung auf den menschlichen Körper haben. Heilkräuter können bei richtiger Anwendung die Gesundheit unterstützen, Krankheiten im Vorfeld eindämmen und nach Ausbruch lindern. Aber man tut gut daran, keine Wunderheilungen zu erwarten.
Manche Heilkräuter wie Johanniskraut, Fenchel, Ringelblume oder Brennnessel sind hervorragend zur äußeren und inneren Anwendung geeignet. Dabei werden meist Blüten, Blätter und Stängel genutzt. Manchmal auch die Früchte oder die Wurzeln und Knollen.
Aus Heilkräutern lassen sich Tees, Aufgüsse, Umschläge, Tinkturen, Badezusätze und Salben herstellen. Wichtig ist, dass man zum richtigen Zeitpunkt erntet. In der Regel dann, wenn die optimale Reifung erreicht ist, manchmal aber auch schon kurz davor. Bei vielen Pflanzen, von denen man nur Blattwerk und Stängel nutzt, liegt dieser Zeitpunkt vor der Blüte, da die der Kräuterpflanze Kraft raubt.

Kräutertee

Beliebt ist Kräutertee, der aus zahlreichen verschiedenen Pflanzen ganz einfach zubereitet werden kann. Beliebt sind dafür Kamille, Melisse oder Pfefferminze. Man muss lediglich ein paar frische Blätter zupfen, in eine Tasse mit nicht mehr kochendem Wasser geben und ein paar Minuten ziehen lassen. In welcher Dosierung es einem am besten schmeckt, findet man schnell selbst heraus und über die Wirkung der einzelnen Kräuter kann man sich einfach und schnell in den Kräuterbeschreibungen informieren. So gelingen auch leckere Kräuterteemischungen.

Duftkräuter

Manche Kräuter verströmen einen angenehmen Duft. Der entsteht entweder durch Stoffe in den Blüten oder dadurch, dass ätherische Öle über andere Pflanzenteile wie Blätter oder Stängel in die Luft gelangen. Das kann durch den Wind geschehen oder durch Berührung der Pflanzen. Auch während des Trocknungsprozesses entweichen Duftstoffe, die den Raum erfüllen.
Duftkissen sind sehr beliebt und einfach herzustellen. Man kann zum Beispiel kleine Stoffsäckchen mit Lavendel füllen und verschließen. Möchte man die Duftwirkung unterstützen sollte man ein paar Tropfen ätherisches Öl hinzugeben.

Praxistipps


Kräuter selbst pflanzen

basilikum-saemlingeWer ständig frische Kräuter zur Verfügung haben möchte, kann sie einfach und effektiv selbst ziehen. Entweder einfach im Frühjahr die Kräuter säen oder junge Kräuterpflanzen im Handel kaufen und anpflanzen. Viele Kräuter gedeihen auch im Topf auf der Fensterbank. Hauptsache sie haben einen sonnigen warmen Platz, gute Erde und regelmäßig Wasser. Selbst wenn man mit Pflanzen nicht viel am Hut hat, also nicht den oft erwähnten grünen Daumen hat, muss man auf ein frisches Kraut nicht verzichten. Die meisten Kräuterpflanzen haben ohnehin keine lange Lebensdauer, da sie früher oder später abgeerntet sind und ersetzt werden. Einmal in der Erde, muss man also lediglich an die regelmäßigen Wassergaben denken und schon ist man in der Lage, ab und zu Kräuter zu zupfen, um damit auf einfache Weise Speisen und Rezepte zu bereichern.

Kräuter im Garten

akb-rosmarin-bluetenViele Kräuter sind auch schöne Zierpflanzen für Garten, Balkon und Terrasse. Sie betören durch ihre Blütenpracht und ziehen Insekten an, die sie geschäftig umschwirren. Schmetterlinge saugen gern den Nektar aus den Blüten des Thymian oder der Kapuzinerkresse.
Manche Gartenkräuter verströmen einen angenehmen Duft. Fährt man mit der Hand über einen Thymianstrauch, entlockt man ihm seinen unverwechselbaren Geruch, der einen sofort von sonnendurchfluteten mediterranen Landschaften träumen lässt.
Die Liebe zu Kräuterpflanzen lässt mitunter große Kräutergärten entstehen. Sie sind nicht selten streng geometrisch angelegt. Die Beete sind mit kleinen Hecken aus verholzenden Gewürzpflanzen eingefasst.
Möchte man auch exotische Pflanzen setzen, kann so ein Garten kostspielig sein, aber abgesehen von der Anfangszeit ist er eher pflegeleicht. Kräuter findet man aufgrund ihrer Bedürfnisse auch oft in sogenannten Steingärten, die in der Regel trockene Bedingungen bieten.

Nicht winterharte Kräuter

Nicht alle Gartenkräuter sind in unseren Breitengraden heimisch und daher oft nicht winterhart. Rosmarin, Oregano oder Zitronengras brauchen einen Frostschutz oder sollten im Haus überwintern. Zwar halten sie sich bis zu Temperaturen bis knapp unter den Gefrierpunkt, aber darunter leiden sie und sterben schlimmstenfalls ab.

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Kräuterpflege

Die Bedürfnisse der einzelnen Kräuter in Bezug auf Sonne, Wasser und Nährstoffe sind sehr unterschiedlich. Viele klassische Kräuter mögen es warm und trocken. Sie bevorzugen sonnige Standorte und sollten sparsam gegossen werden. Auch der Nährstoffbedarf ist bei einigen Kräutern gering. Aber darauf kann man sich nicht verlassen. Ausgerechnet das Basilikum, dass man im Sommer in den meisten Küchen findet, ist ein sogenannter Starkzehrer. Das bedeutet, es braucht eine leicht feuchte Erde und ausreichend Dünger. Um den Kräutern in der Pflege gerecht zu werden, sollten die jeweiligen Pflegeanleitungen beachtet werden.

Kräuter als Dekoration

Die meisten blühenden Kräuterpflanzen lassen sich gut schneiden und halten in der Vase einige Tage. Mitunter treiben sie sogar Wurzeln aus den Stängeln aus und eignen sich so zur Vermehrung. Mit Kräutern lassen sich auch interessante Gestecke basteln, die einerseits die natürliche Schönheit der Pflanzen zur Geltung kommen lassen und darüber hinaus einen angenehmen Duft verbreiten.

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