Radieschen - GartenNatur
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Radieschen

  Raphanus sativus var. sativus
 

Gesunde rote Knolle mit scharfem Geschmack

Die leckeren roten Knollen werden das ganze Jahr über im Handel angeboten und sind auch in vielen Gärten zu finden. Das hat seinen Grund: Radieschen lassen sich einfach anbauen und wachsen schnell heran. Schon nach vier bis sechs Wochen kann geerntet werden und wenn man parallel anbaut, ist man vom Frühjahr bis zum Herbst versorgt. Nur im Winter wird der Anbau der nicht winterharten Pflanze schwierig.
Durch seine vielen gesunden Inhaltsstoffe ist es ein ideales Rohgemüse, als Beilage zu kalten Speisen oder im Salat. Auch Kochrezepte bei denen die Knollen oder Blätter erhitzt werden, findet man heutzutage vermehrt, vor allem in der asiatischen Küche.

Radieschen Bestimmung

Das Radieschen (Raphanus sativus var. sativus) ist eine Unterart des Gartenrettichs (Raphanus sativus) in der Gattung Rettiche (Raphanus) und gehört zur Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae).

Radieschen Herkunft

Das Radieschen ist nahe verwandt mit dem Rettich, wurde aber wohl nicht aus ihm gezüchtet. Man vermutet seinen Ursprung im asiatischen Raum. In Europa wurden die weißen Urformen schon vor 400-500 Jahren erwähnt und durch Züchtung  zu der roten Knolle, die wir heute kennen.

radieschen-blattRadieschen Wuchs

Das Radieschen ist eine schnellwachsende Knollenpflanze. Sie hat eine runde bis längliche Form. Die Knolle ist rot, kann aber je nach Sorte auch weiß, gelb oder violett sein. Die Knolle dient als Speicherorgan und besitzt ein weißes Fruchtfleisch. Am unteren Ende entwickelt sich eine dickere Wurzel. Die Blätter sind mittelgrün, weich und gelappt. Ihre Oberfläche dagegen ist eher rau. Die Blüten sind weißliche Kreuzblüten aus denen sich die Samenstände entwickeln.

Radieschen Pflege

Radieschen sind schnellwachsende Pflanzen, die auf mittleren Böden gut gedeihen und nur wenig Pflege brauchen.

radieschen-topfRadieschen Standort

Radieschen bevorzugen einen nährstoffreichen Boden, der mit Kompost angereichert werden kann. Ihr Standort sollte sonnig und warm sein. In der heißen Sommersonne fühlen sich manche Sorten nicht so wohl und sollten an halbsonnigen Stellen gepflanzt werden.

Radieschen gießen

Radieschen müssen regelmäßig gegossen werden. Sie gedeihen am besten in mäßig feuchter Erde, reagieren aber empfindlich auf Staunässe.

Radieschen düngen

Kompost ist der geeignete Dünger für die Knolle. Er kann vor der Aussaat oberflächlich eingearbeitet werden, da Radieschen Flachwurzler sind. Benutzt man stickstoffhaltigen Blumendünger wirkt sich das nur auf das Wachstum des Blattwerks aus, das zwar auch genießbar ist, aber meist nicht im Zentrum des Interesses steht.

Radieschen ernten

radieschen-knolle-ernte

Radieschen sind sechs bis acht Wochen nach der Aussaat erntereif. Man erkennt es daran, dass das obere Ende der Knolle, das aus dem Boden ragt, eine intensive Rotfärbung annimmt. Am besten erntet man täglich den Bedarf, den man auch verbraucht, indem man die Pflanze am Blattansatz nimmt und kurz und kräftig zieht. Radieschen lassen sich relativ einfach aus der Erde ziehen. Wartet man allerdings zu lange, verholzen die Knollen und sind nicht mehr so herzhaft frisch im Verzehr.
Vom Radieschen können übrigens auch das Blattwerk und die Samen gegessen werden.

radieschen-bundRadieschen lagern

Radieschen sollten möglichst frisch geerntet verzehrt werden. Im Kühlschrank können sie einige Tage gelagert werden. Am besten befreit man sie dazu von ihrem Blattwerk, das ansonsten Wasser aus der Knolle zieht. Beginnen die Radieschen zu schrumpeln, kann man sie in kaltes Wasser legen, damit sie wieder etwas Feuchtigkeit aufnehmen.

Gärtnertipp: Radieschen im Balkonkasten

Auch wer nur wenig Fläche zur Verfügung hat, kann Radieschen anbauen. Am günstigsten ist hier ein Blumenkasten mit Untersetzer und guter Gartenerde. In dem kann man, je nach Größe, in Reihen oder versetzt aussäen.

Radieschen überwintern

Radieschen sind nicht winterhart und werden daher nur zwischen April und Oktober angepflanzt.

Radieschen vermehren

radieschen-gelb

Radieschen werden aus Samen gezogen, die man günstig im Handel erwerben kann. Die Auswahl reicht von unterschiedlichen Farben wie Rot, weiß bis violett, je nach Geschmackswunsch. Einige Sorten eignen sich eher für frühe, andere für sommerliche Aussaaten und sind folglich entweder nicht so kälteempfindlich oder kommen mit hohen Temperaturen gut zurecht.
Radieschen die man zu spät ernten würde, kann man stehen und blühen lassen. Die Samen lassen sich direkt wieder verwenden.

Radieschen anpflanzen

radieschen-saemlingeRadieschen können von März bis September gesät werden. Dazu benötigt man nährstoffreiche, nicht zu trockene Erde. Es empfiehlt sich ein Reihenanbau. Dazu zieht man mit der Hand oder einem Stock zirka einen Zentimeter tiefe Rillen im Abstand von etwa zehn Zentimetern. In diese Rillen sät man die Samen, so dass sie einen Abstand von mindestens fünf Zentimetern zueinander haben. Die Rillen werden mit Erde gefüllt und diese leicht angedrückt und angegossen, damit die Samen gut eingebettet sind. Schon nach wenigen Tagen beginnt die Keimung. Während der Wachstumsphase sollte der Boden gleichmäßig feucht gehalten werden. Bei zu nasser Erde platzen die Knollen auf, bei zu trockenem Standort entwickeln sie sich nicht zu ihrer vollen Größe und verschrumpeln. Wenn die Knollen zu dicht stehen, behindern sie sich gegenseitig in ihrer Entwicklung. Daher lohnt es sich, die Jungpflanzen auszudünnen. Herausgezogene Jungpflanzen kann man an anderer Stelle wieder einpflanzen. Sie entwickeln sich oft noch.
Plant man mehrere Aussaaten im Jahr, so sollte man den Standort ab und zu wechseln, um Krankheiten und Befall vorzubeugen. Man kann Radieschen auch gut dazwischen pflanzen, da sie in der Regel eine kürzere Wachstumsphase haben als andere Gemüse und schon geerntet werden, bevor sie vom Blattwerk der Nachbarn schattiert werden.

Radieschen Krankheiten

Radieschen werden meist von den gleichen Krankheiten befallen, wie Rettich oder Kohl. Die Rettichschwärze, eine Pilzerkrankung, verfärbt die Knollen dunkel und lässt sie absterben. Das Blattwerk wird manchmal vom weißen Rost oder falschen Mehltau befallen. Im Handel gibt es teilweise Mittel zur Bekämpfung. Die lohnt aber im Privatbereich kaum, da die Kulturzeit eh nur wenige Wochen lang ist. In jedem Fall sollte man Befallenes vernichten und den Standort wechseln.

Radieschen Schädlinge

In trockenen Perioden können Erdflöhe auftreten, die das Blattwerk anfressen und so die Entwicklung der Knollen beeinträchtigen können. Ansonsten können die Knollen von den Maden der Kohlfliege durchbohrt werden. Die Raupen des Kohlweißling können die gesamte Pflanze befallen. Gegen Schädlinge hilft am besten ein Flies oder Netz, dass man über die Pflanzen legt.

Praxistipps


Radieschen Verwendung

Das Radieschen ist ein Rohgemüse mit vielen gesunden Inhaltsstoffen. Es können alle Bestandteile wie Knolle, Blätter und Samen verzehrt werden.

radieschen-pflanzeRadieschen in der Medizin und Heilkunde

Das Radieschen enthält neben Vitaminen, Eisen, Folsäure und anderen Mineralstoffen und Spurenelementen auch verschiedene Senföle, die der Knolle den leicht scharfen Geschmack geben. Die Senföle wirken antibakteriell und können nach neuesten Erkenntnissen auch Krebserkrankungen vorbeugen.

 radieschen-im-wasserRadieschen in der Küche

Radieschen werden im Handel meist als Bundware mit Blattwerk angeboten. Alle Bestandteile können roh verzehrt werden. Die Knolle schmeckt leicht scharf und macht sich gut im Salat oder als Beilage zu kalten Speisen. Auch die Blätter können im Salat verarbeitet werden. In gekochten Speisen findet man das Radieschen seltener.
Radieschen enthalten, im Vergleich zu anderem Gemüse, sehr wenig Kalorien. Im Handel findet man auch Radieschensprossen, die man leicht selbst züchten kann.

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