Stauden

Stauden sind die vorrangigen krautigen Pflanzen, mit denen man den Garten, den Park aber auch Terrassen Jahr für Jahr zuverlässig in ein sommerliches Blumenmeer verwandelt. Sie sind mehrjährige bzw. ausdauernde krautige Blühpflanzen, die im Winter oberirdisch absterben und im Folgejahr wieder neu austreiben. Es überwintert lediglich der Wurzelstock (Rhizom) die Knolle/Zwiebel oder ein Ausläufer.
In den mitteleuropäischen Gärten findet man hauptsächlich Züchtungen von Stauden, die blütenreicher, standfester und pflegeleichter sind als die Wildformen. Diese Züchtungen haben oft auch eine höhere Lebensdauer.
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„STAUDE ist ein gärtnerischer und umgangssprachlicher Begriff, der aber in der Botanik akzeptiert ist.“

Stauden Pflege

Stauden werden meist im Frühjahr, manche auch im Spätsommer gepflanzt. Ihren Platz haben sie im Garten, eignen sich aber auch für die Topfkultur.
Manche Staudenarten bevorzugen Halbschatten, andere brauchen Sonne und Wärme. In jedem Fall sollten sie ausreichend gegossen und gedüngt werden. Speziell beim Austrieb sind sie nähstoffhungrig und während der Knospenbildung können Düngergaben die Blütenpracht steigern.

Stauden schneiden

Einige Arten vertragen einen starken Rückschnitt direkt nach der Blüte (Remontierschnitt). Mit etwas Glück kommt dann eine zweite Blühphase hinterher. Schon das Abpflücken verblühter Teile kann die Blütezeit verlängern, frühzeitiges entspitzen der jungen Triebe einen reicheren Blütenflor provozieren.

Stauden teilen

Im zeitigen Frühjahr, wenn der Austrieb gerade beginnt oder nach der Blüte können viele Stauden geteilt werden. Das regt den Wuchs stark an und beugt einer Ermüdung der Pflanze vor. Das Teilen kann man mit einem Spaten vornehmen. Der Wurzelstock wird in mehrere Stücke geteilt. Entweder verteilt man die Stücke auf einer etwas vergrößerten Fläche oder beläßt nur einen Teil von ihnen am Standort.

Staude Winterschutz

Im Winter kann man die abgestorbenen oberirdischen Teile als Kälteschutz stehen lassen. Sie kompostieren über den Winter und werden von der Pflanze im Folgejahr teilweise als Nährstoffe wieder aufgenommen. Bevorzugt man einen Rückschnitt, sollte der bodennah sein. Zudem kann man die Staude mit Laub oder Reisig abdecken.

Einteilung der Stauden

Freiflächenstauden

Am bekanntesten und auffälligsten sind die Prachtblüher wie Lupine, Eisenhut, Troll, Aster, die in Gruppen oder einzeln stehend und als Solitärpflanze bestechen können. Sie werden auch Freiflächenstauden genannt und benötigen viel Sonne.

Wald- und Gehölzrandstauden

Prachtspiere, Farne und Anemonen, bevorzugen eher halbschattige bis schattige Standorte. Sie benötigen eine geregelte Wasserzufuhr, dürfen also nicht zu trocken stehen. In und an den Wäldern leben sie in Symbiose mit den Gehölzen. Etwas Rindenmulch um die Pflanzen verteilt schützt den Boden vor Verdunstung und gibt ihnen wichtige Nährstoffe über die Zerfallsstoffe.

Immergrüne Stauden

Natürlich bereichern die Palette auch einige Immergrüne wie Bergenie, Dickmännchen oder die Golderdbeere. Sie wachsen meist niedrig, sterben im Winter nicht oberirdisch ab und werden dafür komplett vom Schnee bedeckt. Fehlt der Schnee als Sonnenschutz können sie im durchgefrorenen Erdreich an Wassermangel leiden, da sie ständig Flüssigkeit verdunsten.

Uferstauden

Die Unterteilung der Uferstauden wird hauptsächlich im Gartenbau benutzt und benennt Stauden gern an Bächen, Flüssen, Seen oder in Sümpfen wachsen. Sumpfgarbe, Goldkolben und Funkie brauchen sehr viel Wasser um prächtig zu gedeihen.

Steingartenstauden und alpine Stauden

Es gibt noch eine ganze Reihe von alpinen Stauden und Steingartenstauden, die oft mit kargen Böden und wenig Wasser zurecht kommen bzw. dies sogar fordern, da bei zu hoher Feuchtigkeit die Wurzeln geschädigt werden. Die bekanntesten Vertreter sind Edelweiß und Enzian, die in Gärten nur schwer zu ziehen sind.