Gartenarbeit im Frühjahr Gemüsebeete, Obstgarten & Ziergarten

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Der Frühling nimmt in den Monaten April und Mai unermüdlich Schwung auf. Die Tage werden länger, die Temperaturen steigen an. Das merken auch die Pflanzen, die sich nun gegenseitig in ihrem Wachstum und ihrer Blüte zu übertreffen scheinen. Höchste Zeit also, sich wieder öfter in den Garten zu begeben und diesen fit für die schönsten Monate des Jahres zu machen.

Gerade Einsteiger sind häufig überfordert und wissen nicht, welche Arbeiten im Garten, wann durchgeführt werden müssen und was es dabei zu beachten gibt. Gemeinsam mit Aldi Süd, die einen hilfreichen Ratgeber mit Gartentipps für Anfänger veröffentlicht haben, zeigen wir in diesem Artikel, welche Arbeiten jetzt unbedingt zu erledigen sind und erklären, wie diese gelingen.

Beete für die Pflanzung kultivieren

Falls die Witterung bisher zu kalt und nass war, können im April nicht bestellte Beete noch für die Pflanzenaussaat hergerichtet werden. Auf das Umgraben mittels Spaten sollte im Frühjahr verzichtet werden. Stattdessen wird mit einem Grubber die oberste Bodenschicht aufgelockert und gegebenenfalls Kompost oder mineralischer Dünger eingearbeitet.
Zu beachten gilt jedoch, dass nicht alle Pflanzen mit frisch gedüngtem Boden zurechtkommen. Manche nehmen durch zu viele Nährstoffe eher Schaden und werden anfällig für Krankheiten. Es hat sich deshalb bewährt, Gemüsebeete in drei Bereiche zu unterteilen, die im dreijährigen Zyklus bewirtschaftet werden. Durch diese Fruchtfolge finden Pflanzen immer die für sie passende Menge an Nährstoffen und eine optimale Wachstumsgrundlage vor.

  • Auf frisch gedüngte Beete werden starkzehrende Gemüsearten mit einem hohen Nährstoffbedarf gepflanzt. Hierzu gehören insbesondere: Kartoffeln, Tomaten, Gurken, Paprika, Kürbis, Lauch, Sellerie sowie sämtliche Kohlarten.
  • Im zweiten Jahr wird der Boden nicht oder nur marginal mit Langzeitdünger versorgt. Dort werden die mittelzehrenden Gemüse angebaut, wie: Salat, Kohlrabi, Zwiebel, Möhren, Rote Beete, Spinat und Mangold.
  • Die Böden sind im dritten Jahr mager an Nährstoffen. Mit diesen Verhältnissen kommen schwachzehrende Pflanzen gut zurecht: Bohnen, Erbsen, Radieschen, Knoblauch & die meisten Kräuter.

Je ein Drittel der Beete wird also im Herbst gedüngt und im darauffolgenden Frühjahr mit Starkzehrern bestückt. So werden die Nährstoffe dem Boden gleichmäßig entzogen.

Anzucht und Aussaat von Gemüsepflanzen

Im April sind die Böden meist soweit erwärmt, dass die Keimtemperatur vieler Gemüsearten erreicht ist. Wenn keine strengen Fröste mehr drohen, kann mit der Aussaat von Salat, Karotten, Radieschen, Kohl und Spinat begonnen werden. Auch Steckzwiebeln dürfen jetzt in den Boden, ebenso wie vorgekeimte Kartoffeln. Genauso können natürlich auch vorgezogene Jungpflanzen von Salat, Kohl, etc. ins Beet gepflanzt werden. Auf der Fensterbank oder im Treibhaus ist im April die letzte Möglichkeit, frostempfindliche Gewächse wie Tomaten, Gurken, Paprika, Zucchini oder Kürbis vorzuziehen. Diese sollten erst ab Mitte Mai, nach den letzten Spätfrösten, ins Freiland gepflanzt werden oder mit Gemüsevlies gegen niedrige Temperaturen geschützt werden.
Robuste Kräuter wie Schnittlauch und Petersilie können in Töpfe oder ins Kräuterbeet gesät werden. Bei Basilikum und anderen mediterranen Krauten sollte bis Mai gewartet werden. Wissenswert ist auch, dass letztere gerne einen gut durchlässigen, sandigen Boden bevorzugen. Pikieren nicht vergessen! Werden Samen in einer Anzuchtschale ausgesät, müssen sie in einzelne Töpfe umgesetzt werden, sobald nach den obersten Keimblättern die nächsten Blätter austreiben. Beim Pikieren können auch gleich zu schwache Pflänzchen mit weichem Stiehl aussortiert werden.

Tomaten pflanzen im Frühjahr

Foto: @pvproductions – freepik.com

Arbeiten im Obstgarten im Frühling

Der Frühling ist noch geeignet, um Erdbeeren, Weinreben und Beerensträucher zu pflanzen. Damit die Sträucher gut anwachsen, sollten die Blüten im ersten Jahr entfernt werden. So wird die ganze Kraft ins Wachstum anstatt in die Fruchtbildung gesteckt. Jetzt ist auch die richtige Zeit, um zwischen die Erdbeeren Stroh oder Holzwolle zu legen. Frühreife Sorten bringen bereits ab Mai die ersten Beeren hervor, und so werden diese vor Nässe und Krankheitserregern im Boden geschützt.
Stark wachsende Obstbäume wie Apfel oder Birne können vor der Blüte noch einmal zurückgeschnitten werden. Die Ernte fällt in kompakt gehaltenen Baumkronen leichter und die Früchte reifen besser und gleichmäßiger ab, wenn durch die Krone mehr Sonnenlicht einfällt. Schädlinge wie Frostspanner, Blattläuse und Spinnmilben sind nun ebenfalls aktiv. Deshalb sollten die Bäume regelmäßig auf Befall untersucht werden. Leimringe, die um den Stamm gelegt werden, verhindern, dass solche Schädlinge den Baum hinauf kriechen.

Pflege im Frühjahr für den Ziergarten

Sobald der Rasen mit den wärmer werdenden Tagen das Wachsen beginnt, muss er wieder regelmäßig gemäht werden. Etwaige Kahlstellen können nun problemlos nachgesät werden. Sollte sich viel Moos und dergleichen zwischen den Halmen angesetzt haben, kann die Rasenfläche auch noch einmalig vertikutiert werden, bevor die Tage zu heiß werden. Vor dem ersten Schnitt ist es auch ratsam, am Rasenmäher den Ölstand zu prüfen und die Messer bei Bedarf zu schleifen.

Rasenmäher Ölstand prüfen

Foto: @edophoto – freepik.com

Die Saatzeit für viele Sommerblumen wie Astern, Zinnien, Malven und dergleichen beginnt. Viele davon können und sollten direkt ins Beet kultiviert werden, da sie ein späteres Umpflanzen schlecht vertragen. Ausnahme sind größere Gewächse wie Sonnenblumen, die im Topf vorgezogen und nach den letzten Spätfrösten ausgepflanzt werden können.
Blumenzwiebeln wie Dahlien, Lilien und Gladiolen dürfen ab Ende April in die Erde. Meldet der Wetterbericht nochmals Frost, bietet ein darübergestülpter Eimer ausreichend Schutz. Kübelpflanzenstellt man an einem bewölkten Tag nach draußen, damit sie sich langsam an die Sonne gewöhnen.

frühlingsblumen

Foto: @devmaryna – freepik.com

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