Blumenzwiebeln setzen – Anleitung Schritt für Schritt

Rolf Anleitung, Magazin, Praxis

Die verschiedenartigen Zwiebelpflanzen werden zu unterschiedlichen Zeiten im Jahr gesetzt. Im Herbst, bevor die Fröste einsetzten oder notfalls am Anfang des Jahres, wenn es mild sein sollte, kann man die Zwiebel der Frühlingsblüher wie Tulpe oder Narzisse setzen. Winterharte Sommerblüher wie Lilien können sowohl im Herbst als auch noch im Frühjahr gesetzt werden. Nichtwinterharte Zwiebelpflanzen wie Schmuck- oder Hakenlilie setzt man in der Regel ab April oder Mai und schützt die jungen Triebe vor Spätfrösten. Der Setzvorgang selbst ist immer der gleiche.

1. Zwiebeln auspacken
Zunächst nimmt man die Zwiebeln aus der Verpackung und prüft sie. Sollten sich faulige Stellen oder schimmelige Verfärbungen zeigen, dann sofort im Hausmüll entsorgen und nicht pflanzen, da man sich dadurch Krankheiten in den Boden holen kann.

2. Zwiebeln verteilen
Um die Vorstellungskraft zu unterstützen, kann man die Zwiebeln vor dem Eingraben erst einmal auf der Erde so auslegen, wie man sie später eingraben möchte. Dabei sollte schon der jeweils nötige Abstand berücksichtigt werden. Faustregel ist: 2-3 Zwiebeldurchmesser. Ruhig auch mal aufstehen, einen Schritt zurückgehen und in Ruhe prüfen, ob der Standort auch wirklich gut gewählt ist. Manche nehmen auch eine Handvoll Zwiebeln und werfen sie locker vor sich auf den Boden. So wie sie fallen, werden sie eingegraben. Dadurch wirkt die Anpflanzung nicht zu starr und symmetrisch, was sich aber ohnehin nach wenigen Jahren verspielt.

3. Löcher für Zwiebeln graben
Man gräbt für jede Zwiebel ein kleines Loch. Es soll so breit sein, dass die Zwiebel ringsum etwas Abstand zur Lochwand hat. So entstehen später beim Einfüllen der Erde keine Hohlräume. Bei der Lochtiefe hält man sich entweder an die Angaben auf der Verpackung oder an die Faustregel: Doppelt bis drei Mal so tief wie die Zwiebel hoch ist. Die Erde kann man mit einer kleinen Handschaufel ausheben.

blumenzwiebelpflanzerGärtnertipp: Blumenzwiebelpflanzer

Etwas komfortabler als eine Schaufel, vor allem auf Rasenflächen oder bei stark verwurzelten Böden, ist ein Blumenzwiebelpflanzer, mit dem man einfach ein Loch in die Erde stanzt und den Aushub gleich mit heraushebt.
Auch ein Pflanzholz kann zum Einsatz kommen. Dann muss man aber genau darauf achten, auch die gewünschte Tiefe zu erreichen, da diese Werkzeuge konisch zulaufen.

4. Zwiebeln setzen
Beim Setzen achtet man darauf, dass die Wurzelseite nach unten zeigt. Sind gar keine Wurzeln zu erkennen, so hat die Zwiebel aber immer eine Seite die spitzer zuläuft als die andere. Dabei handelt es sich um die Spitze und die muss natürlich nach oben. Man setzt die Zwiebel locker ins Loch und drückt sie leicht an. Nicht zu fest, damit die evt. vorhandenen Wurzeln nicht beschädigt werden. Die wachsen zwar nach, aber das verzögert den Austrieb.

5. Löcher schließen und Erde andrücken
Nachdem man alle Zwiebeln gesetzt hat, können die Löcher wieder mit Erde gefüllt werden. Man kann etwas Kompost oder Gesteinsmehl mit einbringen, um das Wachstum zu fördern. Danach wird die Erde leicht festgedrückt.
Setzt man im Frühjahr sollte unbedingt angegossen werden, damit das Erdreich die Zwiebeln umschließt. Im Spätherbst kann man aufs Gießen evt. verzichten, da dies der bald einsetzende Herbstregen übernimmt und die Erde nicht unnötig feucht wird.

Jetzt ist Alles getan und man kann gespannt auf den Austrieb warten.

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