Fertige Komposterde kaufen

Rolf Magazin, Praxis

Kompost günstig kaufen

kompostplatz-stuttgart-zuffenhausenViele Gartenbesitzer kennen das: Jahr für Jahr wird im Garten angebaut, aber die Ausbeute wird immer weniger und die Blühpflanzen gedeihen nicht mehr so üppig. Der Grund ist einfach: Dem Boden fehlen Nährstoffe. Handelsüblicher Dünger kann da Abhilfe schaffen, ist aber auf die Fläche verteilt oft sehr teuer und laugt den Boden letztlich noch mehr aus. Eine kostengünstige Alternative dazu ist Kompost. Wer aber keine Lust oder Zeit hat, diesen selbst herzustellen, muss nicht darauf verzichten. Kompost kann man günstig kaufen. Allerdings stellt sich einem da schon das nächste Problem. Weit verbreitet ist der Glaube, dass man sich damit alle möglichen Probleme in den Garten holt: Wildsamen, Krankheiten, Schädlinge. Um das zu vermeiden sollte man Kompost nur in verifizierten Betrieben kaufen. Die gibt es überall im Land und sie unterliegen strengen Richtlinien. Teilweise werden sie vom TÜV geprüft, teilweise aber auch im Rahmen von Bio-Zertifikaten. Die Qualitätsfrage beginnt schon mit der Auswahl der „Zutaten“. In den Schredder kommt nur Baumschnitt und pflanzliches Abfallgut. Streu aus Tierhaltung, gekochte Nahrung oder tierische Produkte dürfen nicht beigemengt werden.
kompostanlage-temperaturDas gehäckselte Material wird zu großen Mieten aufgeschichtet. Im Inneren muss eine konstante Mindesttemperatur von 55 Grad herrschen, damit alle Erreger, Samen und Schädlinge abgetötet werden. In den Wintermonaten sieht man, wie die Haufen dampfen und bekommt eine Vorstellung davon, welche Temperaturen im Inneren beim Zerfallsprozess entstehen. In zertifizierten Bertrieben wird auch auf ein „Impfen“, also die Zugabe von Beschleuniger, verzichtet. Das ist nicht nötig, wenn das Verfahren ordnungsgemäß angewandt wird. Dazu gehört auch, dass mehrmals umgeschichtet wird, bis nach zirka zwei Jahren reife Komposterde geerntet werden kann. Diese wird entweder lose als Zentnerware an Gärtner oder in Säcken an Gartenbesitzer verkauft. Der so produzierte Kompost ist in der Regel keim- und erregungsfreier als der im Garten selbst angesetzte und widerspricht so allen Vorurteilen.
Das Ausbringen ist im Herbst oder zeitigen Frühjahr empfehlenswert. Vor der ersten Aussaat sollten mindestens ein paar Wochen vergehen, damit die Nährstoffe in die Erde einsickern können.

Tipp:
In fast allen Landkreisen und Städten findet man Grüngutannahmestellen. Hier kann man nicht nur den Gartenabfall abgeben, sondern bekommt auch Tipps, wo sich der nächste Kompostplatz befindet, der geprüfte Komposterde verkauft.

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